Aussichtswarte Geschriebenstein bei Lockenhaus

von wolfgang

Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Paradies doch so nahe liegt? Solche Gedanken dürften in Zeiten von Corona und Lockdowns wohl viele nicht zuletzt aus pragmatischen Gründen hegen. Dabei lassen sich im eigenen Land tatsächlich viele Plätze entdecken, die auch dann wieder aufsuchenswert sind, wenn die Reisebeschränkungen einmal wieder aufgehoben sein mögen.

Darunter lässt sich auch die Margarethenwarte in Lockenhaus einreihen. Im Rahmen eines Termins im Ortsteil Hammerteich schaffte es diese Aussichtswarte am Geschriebenstein, der höchsten Erhebung des Burgenlandes, auf unser Radar. Also wollten wir ihr einen Besuch abstatten, wenn wir uns schon in der Nähe befanden. Sicherlich gehört sie eher zu den unbekannteren Sehenswürdigkeiten in Lockenhaus und ist dennoch in jedem Fall einen Besuch wert, wie wir jetzt im Nachhinein sagen können.

Aussichtswarte Geschriebenstein

Ankommen bei der Aussichtswarte Lockenhaus

Auf dem Weg zum Aussichtsturm geht es zuerst durch das Ortszentrum von Lockenhaus und dann hoch hinauf in den Wald, der hinter der Ortschaft liegt. Von der Serpentinenstraße aus lässt sich auch die Burg Lockenhaus gut von oben betrachten. Die Warte selbst lässt sich bereits von der Straße aus in einer Kurve erkennen. Zuerst dachten wir, dass es keine Parkmöglichkeit gäbe, doch rund 200 Meter weiter fand sich dann sogar ein sehr großer Parkplatz, der uns willkommen hieß. Einmal hier ausgestiegen wird schnell klar, dass hier oben sogleich eine ganz andere Atmosphäre herrscht. Mit einem Mal befinden wir uns mitten im Wald. Die Lungen wollen mit frischer Waldluft geflutet werden und es fühlt sich einfach richtig an, hier zu sein. Das Empfinden in diesem Wald ist so anders als etwa im weiter nördlich gelegenen Leithagebirge. Die Bäume hier sind hoch und geradlinig, während sie sich im Leithagebirge in alle Richtungen verästen, was für zahlreiche Wasseradern spricht.

Ein kleiner Pfad zeigt uns den Weg zur Margarethenwarte. Links und rechts des Weges liegt noch Schnee. Der Spazierweg selbst ist leicht verschlammt, aber darauf liegen zahlreiche Nadeln, die das Begehen auch möglich machen, ohne das Schuhwerk komplett zu verschmutzen.

Margarethenwarte

Die Aussichtswarte am Geschriebenstein mit Weitblick

Angekommen bei der Warte wird uns erst bewusst, wie groß dieser aus Holz errichtete Aussichtsturm tatsächlich ist. Ein Schild verrät uns mehr über den Namen des Ortes und dass die Warte bereits einen Vorgänger hatte. Vorsichtig bahnen wir uns den Weg über die Holztreppen hinauf, die noch teils von Schnee und Eis bedeckt sind. Immer wieder treffen uns Wassertropfen auf Kopf und im Genick vom weiter oben schmelzenden Schnee. Oben angelangt eröffnet sich uns der Blick über die Umgebung. Weit lässt sich blicken über schneebedeckte Berge, das Dorf Lockenhaus selbst und bis  ins nahe gelegene Ungarn hinein. Wir gewinnen den Eindruck eines sehr ruhigen Ortes, an dem es leicht fällt, die  Gedanken wieder zu ordnen.

Am Weg zurück fällt uns beim Parkplatz noch ein Hinweisschild zu einem Walderlebnispfad in Lockenhaus auf. Doch diesen heben wir uns für den nächsten Besuch dieser Sommerfrische bzw. in unserem Fall Winterfrische auf. Denn wir kommen sicher wieder!

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